Projekt "Vom Ich zum Wir"

???PROJEKT „Vom Ich zum Wir“

Erfahren, Erleben und Erspüren einer anderen Welt

Anlässlich immer wiederkehrender Konfliktsituationen zwischen behinderten und nicht behinderten Kindern im gemeinsamen Pausenhof, entschlossen wir - die A1- und A2- Klasse mit ihren Klassenlehrern - uns, die für viele „fremde Welt von behinderten Menschen“ den Schülern erfahrend näher zu bringen.

 

Das beabsichtigte Ziel, die Schwierigkeiten und Besonderheiten, sowie die daraus resultierenden besonderen Bedürfnisse in der Bewältigung des täglichen Lebens aufzuzeigen und Verständnis dafür zu entwickeln, führte uns zu einem stationenorientierten Projekt, das sich über 4 Schultage mit 16 teilnehmenden Klassen der Volksschule und der Neuen Mittelschule erstreckte.

 

Die Schüler kamen auf eine von den Kindern des SPZ gestaltete Einladung hin, meist (wie beabsichtigt) ohne Vorinformation und in Erwartung zum vereinbarten Termin.

 

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Nach einem einführenden Gespräch, in dem etwaige Erfahrungen mit dem Begriff Behinderung ausgetauscht wurden, der Begriff Behinderung geklärt, mögliche Ursachen angesprochen und verschiedene Behinderungsarten besprochen wurden, begaben sich die Schüler barfüßig und mit einer Schlafbrille versehen in einen Wahrnehmungstunnel und in weiterer Folge auf einen Wahrnehmungsparcours.

 

 Die spürbar gewonnenen Eindrücke, die Übernahme von Funktionen durch andere noch vorhandene Sinne, sowie die psychischen Befindlichkeiten während dieses Ausnahmezustandes wurden in einem anschließenden Gesprächskreis besprochen und aufgearbeitet.

 

Der zweite Teil des Projektes wurde in Form von selbsttätig gestalteten, handelnd zu erfahrenden Stationen aufgearbeitet.

 

Es konnten

  • Hörbehinderungen
  • Lernbehinderungen
  • Sehbehinderungen und
  • Körperbehinderungen

in mehrfacher Weise, alltagsspezifisch und wirklichkeitsgetreu spürbar nachvollzogen und ausprobiert werden.

 

Alle Schüler in allen Altersgruppen arbeiteten sehr engagiert und interessiert mit, sodass nachträglich festgestellt werden muss, dass die zeitlich vorgesehenen Einheiten etwas zu kurz anberaumt waren.

 

Anschließend trafen sich die Schüler zu einer kurzen Reflexion des Erlebten und zu einem abschließenden SPIELESOZIOGRAMM   in einem Sitzkreis.

 

Ein Teil der Schüler konnte sich freiwillig eine Behinderungsart wählen und sich am gemeinsamen Spiel mit den Mitschülern beteiligen. Ganz eindeutig konnte dabei die soziale Stellung behinderter Menschen in unserer Gesellschaft zum Ausdruck gebracht werden. Diese, im Spiel erarbeitete Tatsache, wurde von den Schülern durchdacht und gedanklich reflektiert.

 

Mit einfachen, von den Schülern erarbeiteten und für jeden anwendbare Verbesserungsstrategien im schulischen und täglichen Leben konnte das Projekt beendet werden.

 

Zur Nachbereitung in den Klassen wurde das Bearbeiten von Reflexionsbögen erbeten, die ausnahmslos von allen Schülern retourniert worden waren und statistisch wie folgt von uns aufgearbeitet wurden.

 

Die Auswertung ergab, dass 98 % der SchülerInnen der Volksschule sowie 96 % der SchülerInnen der Neuen Mittelschule in allen Punkten positive Rückmeldungen geben konnten.

 

2 % der SchülerInnen der Volksschule bzw. 4 % der SchülerInnen der Neuen Mittelschule zeigten auch nach den erlebten Erfahrungen im Projekt keine reflektiert positiven Aussagen bezüglich einer Haltungsänderung behinderten Menschen gegenüber.

 

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SR Dipl. Päd. Essl Eva-Maria

Dipl. Päd. Esterl Barbara

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